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Geschrieben von Tom Sofa   
Freitag, 9. Februar 2007

Wie alles begann...

Angefangen hatte alles 1988, als in Leipzig der 175. Jahrestag der Völkerschlacht gefeiert werden sollte. Da wurde im Schkeuditzer Heimatmuseum überlegt, auch in Schkeuditz eine Traditionsgruppe aufzubauen, die sich mit der Geschichte dieser Zeit beschäftigen sollte. Da nachgewiesen ist, daß in Schkeuditz in den Oktobertagen 1813 die Schlesische Landwehr gelagert hatte, bevor es in die großen Gefechte der Völkerschlacht ging, kam man auf die Idee, sich der Schlesischen Landwehr anzunehmen.

Die Gruppe fand sich innerhalb kürzester Zeit zusammen und wurde ausgerüstet. Die Veranstaltungen aus Anlaß des 175. Jahrestages der Völkerschlacht waren groß angelegt. Es fand ein "Marsch auf Leipzig" statt, an dem auch unsere Landwehr teilnahm. Ausgangspunkt war kurz vor Schkeuditz, und auf dem Marktplatz in Schkeuditz wurden die Gruppen in Richtung Leipzig "verabschiedet".

1990 folgte dann das nächste große Ereignis: die Landwehr nahm an den Veranstaltungen anläßlich des 175. Jahrestages des endgültigen Sieges über Napoleon bei dem kleinen Städtchen Waterloo in Belgien teil. Andere Veranstaltungen im Ausland folgten. Auch 1995 war die Gruppe im Rahmen einer preußischen Brigade Teilnehmer der Darstellung zum 180. Jahrestag der Schlacht bei Waterloo. Ein beeindruckendes Erlebnis auch für uns, wenn man bedenkt, es waren ca. 4000 Darsteller auf dem historisch erhaltenen Schlachtfeld und ca. 75000 Zuschauer, einschließlich der belgischen Königsfamilie, dabei. Und das da eine ganze Menge los war, kann man an den folgenden Bildern sehen.

Mittlerweile ist aus den wenigen Gründungsmitgliedern ein eingetragener Verein mit ca. 20 Mitgliedern geworden. In Schkeuditz und den Partnerstädten ist der Verein gut bekannt, auch im Rahmen der Napoleonischen Gesellschaft spielte die Landwehr eine Rolle.

Einen weiteren Höhepunkt erlebten wir in Schkeuditz im August 1996, als ein aus eigenen Kräften organisiertes Biwak in Schkeuditz stattfand. Der Gedenkstein auf dem Schkeuditzer Friedhof, der an mehrere Massengräber des Oktobers 1813 erinnert, war Ort des Gedenkens an die vielen namenlosen Gefallenen und Schkeuditzer Bürger. Dieser Stein wurde, iniziiert auch durch unser Biwak, erneuert. Anlässlich der feierlichen Enthüllung wurde innerhalb einer Rede von Herrn Fischer (ehemals Leiter des Heimatmuseums in Schkeuditz) die Rolle der Landwehren betont.

Letzte Aktualisierung ( Freitag, 9. Februar 2007 )
 
© 2010 Schlesische Landwehr 1813 e. V.
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